Aufruf zur Demonstration am 1.4.2011

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Demo gegen Studentenverbindungen

Bündnis-Demonstration

Freitag 1.4.2010 ab 18.00 Uhr

Auftakt: Schloßhofstraße 96
(vor dem Haus der „Burschenschaft Normannia-Nibelungen“)

Zwar ist Bielefeld kein traditioneller Hochschulort, doch auch in Bielefeld sind Studentenverbindungen aktiv und begehen einmal im Jahr ihre gemeinsame Festveranstaltung: den sogenannten Bismarck-Kommers. So auch in diesem Jahr am 01.04. in der Bielefelder Stadthalle.

Wir rufen auf zur Demonstration
gegen das Treffen reaktionärer Männerbünde …

… von weit Rechts …

Wir starten in der Schloßhofstraße vor dem Haus der ausgewiesen neonazistischen „Burschenschaft Normannia Nibelungen“. Mitglieder der Normannia sind als Vorstandsmitglieder der „Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland“ verantwortlich für die größten Neonaziaufmärsche in Europa. Mitglieder der Normannia unterhalten „kameradschaftliche“ Beziehungen bis in die Holocaustleugnerszene und handeln mit Neonazi-Musik. Regelmäßig nahmen auch die Neonazis aus dieser Burschenschaft am Kommers teil.

… bis in die Mitte der Gesellschaft …

Von hier folgen wir der braunen Spur bis zur Zwischenkundgebung vor dem Gebäude der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwestfalen zu Bielefeld. Dieser regionalen Interessenvertretung der Unternehmen steht Thomas Niehoff als Hauptgeschäftsführer vor. Er ist Mitglied der pflichtschlagenden Studentenverbindung „Alte Leipziger Turnerschaft Hansea Bielefeld“. Hier wirbt man mit guten Beziehungen zu Unternehmen, die Mann als Steigbügel für den Karriereeinstieg nutzen kann. Hierbei ist „Mann“ wörtlich zu nehmen, denn Frauen können nicht Mitglied der elitären Bielefelder Akademiker-Klüngel werden.

… vereint in der Bielefelder Stadthalle.

Unsere Abschlusskundgebung findet vor der Bielefelder Stadthalle statt. Denn hier kommen auch in diesem Jahr die jungen Männer der vermeintlich zukünftigen Elite und die wohlsituierten „Alten Herren“ zusammen. Hier verbinden sich die völkisch-rassistische Ideologie einzelner Korporationen, Sexismus und biedermännischer Konservatismus zu einer Mischung, die Deutschtümelei und Ausgrenzung gegen Freiheit und Gleichheit setzt.

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